Das Ensemble Montaigne macht jedes Jahr eine Ausschreibung und fordert Komponierende aus der ganzen Schweiz auf, kurze Stücke zum jeweiligen Saisonthema zu schreiben. Zu unserem aktuellen Thema «Spiele» ist ein bunter Strauss von Stücken zusammengekommen, denen eines gemeinsam ist: der Begriff Spielen wird nicht auf das Produzieren von Klängen (auf einem Instrument) beschränkt, sondern umfasst auch das Erfinden von Klängen und musikalischen Strukturen.
Für einmal kann man live mit dabei sein, wenn die Form des gespielten Stückes ausgewürfelt wird (grosses Vorbild hier: Mozart mit seinem «musikalischen Würfelspiel»), wenn die Musiker*innen einen Formverlauf durch Signale aus dem Moment heraus bestimmen oder wenn die klangliche Aussenseite eines Stückes so gestaltet ist, dass der Komponist dezidiert als Spielender wahrnehmbar wird.
Das diesjährige Labor M verspricht eine Stunde Musikgenuss der ganz besonderen Art: gleichzeitig höchst aufschlussreich und äusserst unterhaltsam. Wie sagt Ibsen? «Etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt, als zu spielen.»
Programm
Tina Inderbitzin | Emma – Glücksrad (UA)
Peter Vögeli | Labyrinth (UA)
Pia Blum | Les Jeux… (UA)
Andreas Brenner | Oboe, Klarinette, Fagott (Inventionen über B-A-C-H, UA)
Urs Peter Schneider | Noch ein musikalisches Würfelspiel (UA)
Peter Streiff | Objet trouvé (UA)
Ausführende
Peter Vögeli – Oboe
Nicola Katz – Klarinette
Maurus Conte – Fagott
Andreas Brenner – Leitung
Förderung
Unterstützt von: Kanton Zug und Swisslos, Stadt Zug, Stadt Luzern (FUKA Fonds), Kultur LuzernPlus, Landis & Gyr Stiftung, Hürlimann-Wyss Stiftung, Marianne und Curt Dienemann-Stiftung, Migros Kulturprozent Luzern, Strebi Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung SIS – Stand Juli 2026