Eine 360° immersive Performance
Den Tieren eine musikalische Stimme verleihen: Wir begeben uns auf die Spuren des Lebendigen. In ihrer immersiven Performance verknüpft die Vokalistin Chloé Bieri Wissenschaft und Musik auf fantastische Weise.
Auf der Bühne sehen wir eine Wissenschaftlerin, die von der Naturforscherin Anna Maria Sibylla Merian inspiriert ist, einer Pionierin der Beobachtung des Lebendigen. Durch eine schrittweise Metamorphose versucht sie, die Spuren ausgestorbener Arten wiederzufinden und mit ihnen in Dialog zu treten, wobei sie den Platz des Menschen als Tier innerhalb der Biodiversität hinterfragt. Chloé Bieri, die diese Figur verkörpert, hat darum herum eine immersive Performance für Stimme, Körper und elektroakustische Geräte entwickelt. Inspiriert von Blitzen (einer Urkraft, die möglicherweise zur Entstehung des Lebens beigetragen hat) untersucht sie die Elektrizität als transformierende Energie, die sowohl Körper als auch Ökosysteme durchdringt. Auf der klanglichen Ebene verbinden sich Feldaufnahmen und verarbeitete Tierlaute mit zeitgenössischer Vokalmusik und immersiven Elementen.
«Interface» verleiht den von unserer Gesellschaft vergessenen Tieren wieder eine klangliche Präsenz. Das Werk lässt Wissenschaft, Musik und Performance
aufeinandertreffen und lädt dazu ein, unsere Beziehung zum Lebendigen zu überdenken.
Konzept, Kreation, Musik und Performance: Chloé Bieri
Regie, künstlerische Unterstützung: Stanislas Pili
Ton: Antoine Scheuner
Licht: Baptiste Bieri